Kult ist kein Trend und kein Verkaufserfolg. Kult entsteht, wenn eine Gemeinde etwas zu ihrem Eigen macht, es verteidigt, zitiert und weitergibt. Die Jury des CultAWARD prüft jede Nominierung an sieben Merkmalen.

1 · Zeit

Kult hat Generationen überdauert oder ist auf dem Weg dorthin. Wer heute begeistert, aber morgen vergessen ist, war ein Trend.

2 · Gemeinde

Es gibt Menschen, die auf ein Objekt schwören: Sammler, Fans, Vereine, Stammgäste. Ohne Gemeinde kein Kult.

3 · Ritual

Kult wiederholt sich: das Silvester mit „Dinner for One“, der Sonntagabend mit dem Tatort, die erste Maß am Anstich.

4 · Sprache

Kult hinterlässt Sätze, Zitate und Gesten, die jeder versteht, ohne dass man sie erklären müsste.

5 · Eigenart

Kult ist unverwechselbar. Form, Klang oder Haltung lassen sich nicht kopieren, ohne dass man das Original erkennt.

6 · Erinnerung

Kult ist mit Lebensgeschichten verbunden. Man erinnert sich, wann man ihm zum ersten Mal begegnet ist.

7 · Wirkung

Kult hat etwas verändert: eine Branche, eine Stadt, ein Lebensgefühl, die Art, wie wir über etwas sprechen.

Die Abgrenzung

Ein Trend fehlt die Zeit, einem Bestseller die Gemeinde, einer Kuriosität die Wirkung. Kult vereint alle sieben Merkmale – nicht immer gleich stark, aber immer erkennbar.

Kult in Bildern

Zeit, Gemeinde, Ritual

Leuchtende Jukebox in einer Betonhalle
ZeitWas bleibt, wenn die Mode längst gegangen ist.
Eine jubelnde Kultgemeinde im goldenen Konfettiregen
GemeindeOhne Gemeinde kein Kult – und mit ihr ein Fest.
Freunde beim Fondue an Silvester in einem Wohnzimmer der Siebzigerjahre (KI-generiert)
RitualJedes Jahr wieder. Und jedes Mal wie zum ersten Mal.

Weiter auf den Spuren des Kults.

Lesen Sie, wie die Jury arbeitet und wen sie beruft.